Hans Schernthaner
      Schauspieler und Regisseur
 
 
 
 
Presse

Die Welle von Morton Rhue im Jugendtheater Hamburg

Hamburger Abendblatt
 
Ein pädagogischer Klassiker im trendgerechten Outfit
"Mit der Gurke kannste 'ne Dose öffnen", sagt die 16jährige Anna (Jodie Ahlborn) über die Nase von Sängerin Sarah Connor. Mit trendgerechten Schlüsselreizen und angemessen salopper Sprache transportiert Regisseur Hans Schernthaner den zum pädagogischen Klassiker  gereiften Stoff "Die Welle" ins Jahr 2005. Das Jugendstück, das am Dienstag im Theater in der Basilika Premiere hatte, basiert auf dem Buch von Morton Rhue (1981) und beleuchtet die Psychologie faschistoiden Handelns. Warum haben sich die Deutschen nicht gegen den Nationalsozialismus gewehrt, sondern mitgemacht oder weggeschaut? Um diese Frage kreistauch die Hamburger Inszenierung des ursprünglich in Kalifornien verorteten Plots. Als Lehrer Werst (Wolfgang Kramer) einen Film über das Dritte Reich zeigt, können seine Schüler nicht begreifen, wie das Volk Bücherverbrennung und Judenverfolgung zulassen konnte. Um die Mechanismen der Hitler-Herrschaft zu verdeutlichen, lehrt Werst fortan Disziplin. Ein Experiment, das erschreckend rasch funktioniert und zu einer Bewegung  heranwächst. Gut beobachtet sind die Posen der Pennäler. Die fünf jungen Schauspieler agieren natürlich, holen die jugendlichen Zuschauer somit in ihrer  Lebenswelt ab. Die Schüler zeigten sich begeistert von dem Mix aus Action, Musik und dem Appell zu mehr Zivilcourage."
 
 
Hamburger Morgenpost -Brigitte Scholz
 
Eindringliche »Welle« in der Basilika
"......Um seinen Schülern zu beweisen, dass Faschismus kein Phänomen vergangener Zeiten ist, startet Geschichtslehrer Werst ein Unterrichtsexperiment: "Er gründet in seiner Klasse die Bewegung "Die Welle". "Stärke durch Gemeinschaft! Stärke durch Disziplin!", brüllen Robert, Daniel und Anna. Bedingungslos gehorchen die Klassenkamera bald den Regeln, denen "Die Welle" sie unterwirft.
 Am Jugendtheater in der Basilika inszenierte Hans Schernthaner "Die Welle" - und die Zuschauer erleben eindringlich mit, wie dieser Selbstversuch   allmählich aus dem Ruder läuft. Und wie aus einem Spiel bitterer Ernst werden kann......"

 

 

 

Presse

Hallo Nazi von Monoblock im Jugendtheater Hamburg

Hamburger Abendblatt -
Birgit Schmalmack vom 2.5.02
 
".....In dem Theaterstück "Hallo Nazi" für junge Leute ab 13 Jahren von Monoblock, das im Theater in der Basilika am Dienstag seine Premiere hatte, wird ein immer wieder aktuelles Thema mit vielschichtigen Diskussionsansätzen auf die Bühne gebracht. Viele Aspekte werden angesprochen, vor Klischees hat sich Regisseur Hans Schernthaner allerdings gehütet. Seine Besetzungsliste ist geschickt ausgewählt. Jost Kähler spielt den jugendlichen Rechtsradikalen mit unsicherem Blick, umso lauterer Stimme und bellenderem Lachen. Seinen mangelnden Durchblick macht er durch zusammengeballte Fäuste, gewollt imponierende Haltung und politische Sprüche wett. Andreas Schirra macht den Polen, der erstaunlich versiertes Deutsch mit leichtem polnischen Akzent spricht, zu einen sehr kontrollierten, intelligenten und sehr gebildeten Kfz-Mechaniker, der im Gegensatz zu Rudi seine Überzeugungen klug belegen kann. Henning Mehrtens ist ein deutscher Polizist, der sich genau an seinen beamtliche Objektivität erinnert, wenn er Rudi im lautstarken und mitunter handgreiflichen Disput unterlegen sieht. Er scheint sie aber leichter zu vergessen, wenn Jan am Boden liegt und mit Springerstiefeln traktiert wird. Er garniert sein Auftreten entweder mit flotten Kumpelsprüchen oder mit biederem Amtdeutsch, das dem Deutschen noch mehr als dem Polen unverständlich bleibt
Nachdem klar wird, dass der Überfall den Tod eines polnischen Kollegen von Jan verursacht hat, bekommt Rudi Muffensausen und Erich entdeckt seine menschliche Ader: Er bietet Jan kameradschaftlich eine seiner Butterstullen an. "Immer Mensch bleiben!"

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