Hans Schernthaner
      Schauspieler und Regisseur
 
 
 
 
Presse

Das kunstseindene Mädchen von Irmgard Keun im Theater in der Basilika

 

Hamburger Abendblatt
 
Eine Frau will nach oben
"Ein Mädchen flieht mit einem Koffer voller Hoffnungen aus der Provinz ins großstädtische Berlin Anfang der 30er Jahre. Dort sollen sich seine Träume von Liebe, Luxus und Karriere erfüllen, denn Doris wünscht sich nichts lieber als ein "Glanz" zu werden. Doch der bunten, verführerischen Glamour-Scheinwelt stehen Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität und obskure Männerbekanntschaften gegenüber. Aber Doris läßt sich nicht  kleinkriegen, weder von den Männern noch von der Ungerechtigkeit der Welt. Überzeugend und voller Elan spielt Jodie Ahlborn am Theater in der Basilika "Das kunstseidene Mädchen" und reißt die Zuschauer in ihren Bann. Eigentlich basiert das Stück auf dem Roman von Irmgard Keun, der bereits 1932 erschien. Die Geschichte von Doris könnte sich aber auch ebenso in unserer heutigen erfolgs- und erlebnisorientierten Gesellschaft zutragen. Mädchen, die ihren Sehnsüchten hinterherrennen, für Illusionen in die Welt gehen und sich trotz Enttäuschung und Einsamkeit an oberflächlichen Werten festhalten, die sich an Äußerlichkeiten wie Model-Figur oder einem dicken Bankkonto orientieren. So muß Doris letztlich auch feststellen, daß jeder Glanz einen höheren Glanz über sich hat. Ein Desillusionierungsstück unter der Regie von Hans Schernthaner, in dem Jodie Ahlborn es schafft, das Publikum jede Gefühlsebene facettenreich   miterleben zu lassen. Am Ende wünscht sich wohl jeder, daß Doris ihren Platz in der Welt finden möge."
 
 
Hamburger Wochenblatt
 
"......Jodie Ahlborn hat keine Mitspieler. Alles, was sie erzählt, spielt und im leeren Bühnenraum per Fantasie aufscheinen läßt, muß sie alleine vor dem Absturz in die Realität retten. Sie macht das gut. Mit Hilfe ihres Regisseurs Hans Schernthaner zeigt sie dabei Mut: Sie flüstert einer Zuschauerin exklusiv ins Ohr; sie verkriecht sich schweigend in eine Bühnenecke; sie dreht dem Publikum den Rücken zu. Und trotzdem folgt man ihr. ....."

 

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