Hans Schernthaner
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Mondscheintarif von Ildiko von Kürty im Theater in der Basilika
 
 
Hamburger Morgenpost

"Wenn alle anderen Sex haben... aber Cora nicht: »Mondscheintarif«
Alle Leute werden an diesem Wochenende Sex haben - nur ich nicht!", seufzt Cora Hübsch. Seit Stunden hockt die Endzwanzigerin an einem   Sonnabendabend allein in ihrer Bude und wartet auf den Anruf ihres Traummannes Dr. med. Daniel Hofmann. Ihn anzurufen kommt natürlich nicht  in Frage. Schließlich lautet das oberste Gebot weiblicher Strategien des Kennenlernens: "Nach dem ersten Sex rufst du ihn unter keinen Umständen an!"
  Am Theater in der Basilika unterwirft sich Cora Hübsch in "Mondscheintarif" den Zwängen und Selbstzweifeln der modernen, emanzipierten Single-Frau. Und die bringt Schauspielerin Jodie Ahlborn so wunderbar frisch, authentisch und (selbst-)ironisch über die Bühne, dass ihr Theatersolo nach dem Debütroman von Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy glatt zum komödiantischen, vor Pointen und Wortwitz sprühenden  Volltreffer wird.

 Was der sympathisch-chaotischen, unglücklich verliebten Cora in Hans Schernthaners gelungener Inszenierung während des Wartens so alles durch  den Kopf schießt und wie sie es schließlich schafft, allen Beziehungsratgebern zum Trotz ihren Angebeteten doch noch an Land zu ziehen, darüber amüsierten sich am Premierenabend Frauen wie Männer gleichermaßen. Toll!-"

Hamburger Abendblatt: Mann glotzt, Frau wartet

"Männer gucken Sportschau, betreiben Muskelaufbautraining oder lesen die Aktienkurse. Seine Zeit damit zu verplempern, verweifelt aufs Telefon zu stieren und mit Amors Pfeil in der Brust auf den Anruf zu hoffen scheint eher typisch weiblich zu sein.

In der auf dem gleichnamigen Roman von Ildiko von Kürthy basierenden Kömodie “Mondscheintarif”, die nun im Theater in der Basilika Premiere hatte, wartet Cora Hübsch (Jodie Ahlborn) sehnsüchtig auf ein Klingelzeichen. Selbst zum Hörer zu greifen und die Nummer von “Mr. Right” zu wählen ist ausgeschlossen. Denn Frau darf einen Mann niemals nach dem ersten Sex anrufen. Stattdessen epiliert sie sich die Beine und hadert mit ihrem Schicksal.

Mit viel Humor und ausdrucksstarker Mimik philosophiert Ahlborn über taktisch ausgeklügelte Vorgehensweisen bei der Mannes-Eroberung und brilliert mit köstlich dargebotenen Gefühlsschwankungen. Begleitet vom ausgelassenen Gelächter der Zuschauer lässt sie das Publikum an den aufregendsten Stunden einer Frau teilhaben: “Die Vorbereitungen auf ein Rendezvous mit der Aussicht auf intimen Ausgang.” Tosender Applaus für eine überzeugende Darstellerin und die (alte) Erkenntnis, dass nicht die Sportschau, sondern mangelnde Kommunikation der Erzfeind der Liebe ist."

 


 

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